{"id":149837,"date":"2022-12-01T17:25:21","date_gmt":"2022-12-01T16:25:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsander.net\/wordpress\/?p=149837"},"modified":"2022-12-06T15:42:48","modified_gmt":"2022-12-06T14:42:48","slug":"die-zeitliche-struktur-von-unterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hsander.net\/wordpress\/2022\/12\/01\/die-zeitliche-struktur-von-unterricht\/","title":{"rendered":"Die zeitliche Struktur von Unterricht"},"content":{"rendered":"\n<p>In den letzten Wochen habe ich in verschiedenen Kontexten \u00fcber das F\u00fcr und Wider von Doppelstunden diskutiert. Ich m\u00f6chte im Folgenden nicht auf die historische Bedingtheit des 45-Minuten-Taktes an deutschen Schulen eingehen. Diese Eigenart stammt aus Preu\u00dfen und wird genauer zum Beispiel in der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterrichtsstunde\">Wikipedia<\/a> diskutiert.<\/p>\n<p>Vielmehr geht es um die Frage, welche zeitliche Strukturierung Unterricht an Schulen haben sollte. Oftmals liest und h\u00f6rt man die Sichtweise, dass \u201eDoppelstunden\u201c, also Stunden mit einem Umfang von 90 Minuten...<\/p>\n<ul>\n<li>...zu deutlich leichteren Schulranzen f\u00fchren w\u00fcrden (durch weniger Material),<\/li>\n<li>...Stressfaktoren aus dem Schulalltag beseitigten (durch weniger unterschiedliche Lerngruppen auf Lehrerseite und weniger F\u00e4cher auf Sch\u00fclerseite; geringere Anzahl Raum- und Geb\u00e4udewechsel auf beiden Seiten),<\/li>\n<li>...eine vertiefte Besch\u00e4ftigung mit den Unterrichtsthemen durch \u201emehr Zeit\u201c erst erm\u00f6glichten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Heute gab es hierzu bei Mastodon eine l\u00e4ngere Diskussion, zu der dieser Artikel einen kleinen Beitrag leisten soll:<\/p>\n<blockquote>\n<p>40min Stunden? Fand die Idee zuerst gar nicht schlecht. Dadurch erh\u00f6ht sich aber die Arbeitsbelastung imho immens. Muss ja auch 40min genauso vorbereiten wie die regul\u00e4ren. Korrekturen genauso. Bekomme aber mehr Unterrichtsverpflichtung obendrauf. Auch wenn die k\u00fcrzer sind. Oder bin ich v\u00f6llig falsch? Gibt\u2019s Erfahrungen? Vll sogar direkt von der IGS Braunschweig? <a class=\"mention hashtag status-link\" href=\"https:\/\/bildung.social\/tags\/FediLZ\" rel=\"tag\">#FediLZ<\/a> <a class=\"mention hashtag status-link\" href=\"https:\/\/bildung.social\/tags\/twlz\" rel=\"tag\">#twlz<\/a> <a class=\"status-link unhandled-link\" title=\"https:\/\/deutsches-schulportal.de\/konzepte\/aus-45-mach-40-plus-5-freie-ressourcen-fuer-konzeptionelle-schwerpunkte\/\" href=\"https:\/\/deutsches-schulportal.de\/konzepte\/aus-45-mach-40-plus-5-freie-ressourcen-fuer-konzeptionelle-schwerpunkte\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\"><span class=\"invisible\">https:\/\/<\/span><span class=\"ellipsis\">deutsches-schulportal.de\/konze<\/span><\/a>\u00a0<\/p>\n<p>(von <a href=\"https:\/\/bildung.social\/@klausramsaier\/109436890647251833\">@klausramsaier@bildung.social<\/a>)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Spannend aus meiner Perspektive war in diesem Zusammenhang die Antwort von <a href=\"https:\/\/bildung.social\/@lutz_\/109437148625963915\">@lutz_@bildung.social<\/a>:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Im experimentellen F\u00e4chern sind schon 45 Minuten deutlich zu kurz. Nachdem der Versuchsaufbau besprochen und die Materialien ausgegeben sind, ist schon viel Zeit vergangen. Seit Jahren bettele ich beim Team der Stundenplaner um Doppelstunden. Aber das ist mit vielen Randbedingungen oft nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Sowohl ich als auch meine Offline-Physiklehrer-Bubble sehen das insgesamt deutlich anders: Aus meiner Sicht ist die Frage ja nicht, ob ich 90 Minuten oder 45 Minuten unterrichten m\u00f6chte. Vielmehr ist \u2013 die Rahmenbedingungen in den meisten Bundesl\u00e4ndern vorausgesetzt \u2013 die Frage ja eher: M\u00f6chte ich die 90 pro Woche zur Verf\u00fcgung stehenden Minuten lieber \u201eim Block\u201c, also einmal w\u00f6chentlich unterrichten \u2013 oder lieber \u201egest\u00fcckelt\u201c, also zweimal w\u00f6chentlich. Die folgenden \u00dcberlegungen beziehen sich also auf typische \u201eKurzf\u00e4cher\u201c mit zwei Wochenstunden in der Stundentafel. Inwieweit dies auch auf typische Langf\u00e4cher \u00fcbertragbar ist, kann ich schwer sagen.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich empfinde letztere Option, also die Trennung in Einzelstunden, als sinnvoller und aus meiner Erfahrung heraus kann auch in diesem Setting sinnvoll mit Sch\u00fclerexperimenten gearbeitet werden. Zumindest dann, wenn man von vornherein den Unterricht so anlegt, dass die Diskussion und Deutung eines Experiments zeitlich von der Durchf\u00fchrung (die in der Regel dann in einer eigenen Einzelstunde stattfindet) trennt. Der Vorteil liegt aus meiner Sicht darin, dass insgesamt seltener der komplette Unterricht in einer Lerngruppe ausf\u00e4llt, sei es durch Krankheit, durch Feiertage, Klassenausfl\u00fcge, .... So konnten erste (mehr oder weniger empirische) <a href=\"https:\/\/www.mnu.de\/images\/PDF\/fachbereiche\/chemie\/doppelstunden.pdf\">\u00dcberlegungen des MNU<\/a> zeigen, dass durch die Trennung in Einzelstunden am Ende des Tages deutlich mehr Unterricht stattgefunden hat. Auch das zentrale, dort vorgebrachte lernpsychologische Argument teile ich: H\u00e4ufigere, regelm\u00e4\u00dfige Besch\u00e4ftigung mit einem Thema f\u00fchrt zu einer dauerhafteren Verankerung der inhaltlichen und prozessbezogenen Kompetenzen. Allerdings: Eine \"richtige\" Studie ist das MNU-Papier nicht. Zudem wurden neurobiologische \u00dcberlegungen in Bezug auf Lehr-Lern-Situationen oftmals (aus meiner Sicht zurecht!) <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/nf-2020-0006\/downloadAsset\/suppl\/j_nf-2020-0006_suppl.pdf\">kritisiert<\/a>.<\/p>\n<p>Was also hat die empirische Forschung zu dem Thema beizutragen? Blickt man in die ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte <a href=\"https:\/\/apprendre.auf.org\/wp-content\/opera\/13-BF-References-et-biblio-RPT-2014\/Visible%20Learning_A%20synthesis%20or%20over%20800%20Meta-analyses%20Relating%20to%20Achievement_Hattie%20J%202009%20...pdf\">Hattie-Studie<\/a>, so findet sich der dort untersuchte <a href=\"https:\/\/www.visiblelearningmetax.com\/influences\/view\/spaced_vs._mass_practice\">Einflussfaktor \u201eSpaced vs. mass practice\u201c<\/a>, der im Wesentlichen die Verteilung der Besch\u00e4ftigung mit einem Stoff \u00fcber den Zeitverlauf beschreibt:<\/p>\n<blockquote>\n<p>The claim is that students are better able to commit information to memory when they study that information in spaced (or distributed) intervals rather than all at once in a \u201cmassed\u201d interval. Spaced practices involve practice broken up into a number of shorter sessions, over a longer period of time. Massed practice consists of fewer, longer training sessions.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In aktuellen Auflagen der Hattie-Studie wird dem verteilten \u00dcben eine Effektst\u00e4rke von d.=0.65 zugesprochen, was insgesamt schon relativ hoch ist. Mit dem aktuellen Podcast <a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/de\/podcast\/folge-10-hattie-2009\/id1647804131?i=1000587598007\">\u201ePsychologie f\u00fcrs Klassenzimmer\u201c<\/a> im Ohr hat die blo\u00dfe Effektst\u00e4rke nat\u00fcrlich nur geringe Aussagekraft. Ein Blick in den qualitativen Teil der Hattiestudie f\u00fchrt allerdings zu einer Best\u00e4tigung der eben beschriebenen Sichtweise, dass die regelm\u00e4\u00dfige Besch\u00e4ftigung im Wochenverlauf f\u00fcr den Lernerfolg der Sch\u00fcler:innen besser zu sein scheint als ein einzelner Unterrichtsblock. Hattie fasst den Forschungsstand (basierend auf seinerzeit zwei Metastudien mit mehreren Tausend untersuchten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern) wie folgt zusammen:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Nuthall (2005) claimed that students often needed three to four exposures to the learning\u2014usually over several days\u2014before there was a reasonable probability they would learn. This is consistent with the power of spaced rather than massed practice. Donovan and Radosevich (1998) concluded that students in spaced practice conditions performed higher than those in massed practice conditions. (Hattie, 2009, S. 186 - Link siehe oben)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Zugegeben, \u201eSpaced Practice\u201c ist im Detail nat\u00fcrlich nicht deckungsgleich mit \u201eEinzelstunden\u201c. Was sagt also die (neuere) Empirie dazu? Vor einiger Zeit habe ich hierzu eine (halbwegs) systematische Literaturanalyse durchgef\u00fchrt. Die Suche in der Datenbank <a href=\"https:\/\/www.pedocs.de\/\">pedocs<\/a> nach \u201eDoppelstunden\u201c liefert 117 Treffen (Stand: 2.11.2022). Davon allerdings nur drei empirische Studien, die ordentlich publiziert und mit nachvollziehbarer Methodik auffindbar sind:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.pedocs.de\/frontdoor.php?source_opus=4730\">H\u00f6hmann &amp; Kummer (2006)<\/a> beschreiben in ihrem Beitrag eine Studie, die die Einf\u00fchrung von 60-Minuten-Stunden untersuchte. Streng genommen handelt es sich nicht um eine im eigentlichen Sinne empirische Studie mit fundierter Auswertungsmethodik, es wird aber die qualitative Auswertung von Interviews mit Sch\u00fcler:innen sowie Lehrer:innen beschrieben. Die Erfahrungen mit 60-Minuten-Stunden werden von diesen insgesamt eher positiv wahrgenommen, insbesondere durch die Lehrpersonen im Hinblick auf eine wahrgenommene \u201eBeruhigung\u201c des Schultages. Allerdings wird auch von Konzentrationsprobleme bei Sch\u00fcler:innen gegen Ende der Stunden berichtet, die im klassischen 45-Minuten-Takt nicht beobachtbar waren \u2026<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/archiv.ipn.uni-kiel.de\/zfdn\/pdf\/19_Stender.pdf\">Stender et al.<\/a> (2013) berichten in ihrem doppelblind begutachteten Artikel \u00fcber eine empirische Untersuchung videografierter Unterrichtsstunden und vergleichen dezidiert Einzel- und Doppelstunden im Physikunterricht miteinander. Zentrales Ergebnis der methodisch plausiblen und nachvollziehbaren Analyse: Die nutzbare Unterrichtszeit ist in beiden Varianten nicht signifikant unterschiedlich. Erstaunlicherweise werden sogar Lernprozesse in zwei mit zeitlichem Versatz aufeinander folgenden Einzelstunden deutlich h\u00e4ufiger abgeschlossen und unterschiedliche Zielebenen angesteuert. Der Effekt sei gro\u00df und vor allem auf die unterschiedliche didaktische Struktur von Einzel- und Doppelstunden zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/profile\/Hans-Fischer\/publication\/259177315_Guter_Fachunterricht_braucht_seine_Zeit\/links\/54b3c17a0cf28ebe92e32628\/Guter-Fachunterricht-braucht-seine-Zeit.pdf\">Borowski &amp; Fischer<\/a> (2010) stellen ebenfalls eine Videostudie aus der Physikdidaktik vor. Basierend auf der Auswertung umfangreichen Videomaterials wurde festgestellt, dass zentrale Kompetenzen aus dem AFB III in klassischen 45-Minuten-Stunden (Stand damals) nicht angesteuert werden. Allerdings basiert diese Studie auf einem \u00e4hnlichen Ansatz wie die zuvor beschriebene, neuere Studie von Stender et al. \u2013 und nutzt einen deutlich kleineren Datensatz. Die Studie von Stender et al. kann daher aus meiner Sicht deutlich belastbarere Ergebnisse aufweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die eben beschriebenen empirischen Studien sind tats\u00e4chlich die einzigen, im eigentlichen Sinne empirischen Studien, die wissenschaftlichen Standards im Wesentlichen gen\u00fcgen. Sie alle behandeln den Lernerfolg der Sch\u00fcler:innen. Interessant ist aus meiner Sicht aber noch ein weiterer Punkt: Hat die Einf\u00fchrung von Doppelstunden einen positiven Effekt auf die Lehrergesundheit, indem zum Beispiel \u201eStress\u201c durch h\u00e4ufige Raumwechsel reduziert wird?<\/p>\n<p>Hierzu wurde, da die Datenlage bei Pedocs (siehe oben) eher d\u00fcnn war, die deutlich breiter aufgestellte Suche von Google Scholar genutzt. Es wurde nach \u201eLehrergesundheit &amp; Doppelstunden\u201c bei Google-Scholar gesucht, wobei die Suche 47 Treffer erbrachte (Stand: 3.11.22). Eine Sichtung aller 47 Ergebnisse zeigte: Bei keinem Treffer handelt es sich um empirische Studien, die den Effekt tats\u00e4chlich analytisch in den Blick nehmen w\u00fcrden. Heraus stechen allenfalls:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/pdg.be\/PortalData\/34\/Resources\/dokumente\/dossiers\/gesunde_schule\/PPT_Lehrergesundheit_foerdern.pdf)\">Scharschmitt et al.<\/a> (2013) pl\u00e4dieren basierend auf ihren Studien f\u00fcr die Entzerrung des Lehreralltags weg von der 45-Minuten-Stunden. Mehr als eine Meinungs\u00e4u\u00dferung ist dies jedoch m. E. nicht, wobei die Autoren ausgewiesene Expert:innen im Bereich der Forschung um Lehrergesundheit sind und ihre Sichtweise sicher auch nicht v\u00f6llig von der Hand zu weisen ist.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?hl=de&amp;lr=&amp;id=YseXDgAAQBAJ&amp;oi=fnd&amp;pg=PA135&amp;dq=Lehrergesundheit+%22Doppelstunden%22&amp;ots=zt0Bw4vLBH&amp;sig=G44_q2xjS8kPyqMArl7-fSMqf0o#v=onepage&amp;q&amp;f=false\">Schnabel-Heinke<\/a> (2017) kommt auf Basis \u201ediverser\u201c empirischer Studien zu dem Schluss, dass insgesamt das enge Zeitkorsett und die Strukturierung durch das Pausenklingeln als zentraler Stressfaktor identifiziert worden sei. Die einzelnen Studien bleiben jedoch leider eher diffus. Als Grundlage f\u00fcr ihre Aussage dient ein Verweis auf das <a href=\"https:\/\/www.google.de\/books\/edition\/_\/4_7QSgAACAAJ?hl=de&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjb84bZm-X7AhX5gv0HHQD3AUcQre8FegQIEhAE\">Buch von Bauer (2007)<\/a>, bei dem es sich jedoch um ein popul\u00e4rwissenschaftliches Werk ohne eigentlichen empirischen Anspruch handelt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie lassen sich die Ergebnisse zusammenfassen? In der absoluten Mehrzahl der Studien taucht der Begriff \u201eDoppelstunde\u201c vor allem zur Beschreibung von Interventionen auf \u2013 und nur \u00e4u\u00dferst selten als untersuchte Variable auf den Lernerfolg oder den von Lehrpersonen empfundenen Stress. Tats\u00e4chlich halbwegs belastbare empirische Studien sind kaum vorhanden und kommen, wenn sie existieren, dann eher aus der Physikdidaktik (siehe unten). Im Hinblick auf Lehrergesundheit finden sich eine Vielzahl von Meinungs\u00e4u\u00dferungen entsprechender Forscher*innen, die empirische Basis dieser Meinungs\u00e4u\u00dferungen ist allerdings \u2013 vorsichtig gesagt \u2013 sehr d\u00fcnn.<\/p>\n<p class=\"Textbody\">Insgesamt gehen die unten beschrieben Befunde eindeutig in die Richtung, dass Einzelstunden mit ziemlicher Sicherheit f\u00fcr den Lernerfolg der SuS insgesamt die bessere Wahl sind - zumindest findet sich derzeit keine gegenteilige Evidenz. Eine Erh\u00f6hung der Stundendauer hatte in den zitierten Untersuchungen, anders als die oft ge\u00e4u\u00dferten Vorteile von Doppelstunden nahelegen - kaum positive Effekte auf die Verarbeitungstiefe der besprochenen Inhalte. Die Hattie-Studie st\u00fctzt diese Sichtweise.<\/p>\n<p class=\"Textbody\">Der Einfluss von Blockunterricht <del>auf den wahrgenommenen Stresslevel der Lehrkr\u00e4fte ist aus meiner Sicht unklar.\u00a0<\/del> im Hinblick auf eine Beruhigung (\"Entschleunigung\") des Schulalltages f\u00fcr Sch\u00fcler und Lehrer ist empirisch nicht belegt. Nat\u00fcrlich ist dies auch keine Widerlegung dieser oft geh\u00f6rten Sichtweise. In Bezug auf die Lehrer- und Sch\u00fclergesundheit (\"Stressreduktion\") ist der Forschungsstand derzeit unklar.<\/p>\n<p>Ich freue mich \u00fcber Kommentare und Hinweise zu weiteren Studien, die dieses Gesamtbild abrunden (und nat\u00fcrlich gern auch korrigieren d\u00fcrfen!). (Erg\u00e4nzung 6.12.22)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen habe ich in verschiedenen Kontexten \u00fcber das F\u00fcr und Wider von Doppelstunden diskutiert. 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