Das Fujitsu Stylistic R727 im Alltagstest

Über das inside.ms-Programm von Microsoft habe ich momentan die große Freude, ein – soviel sei vorweg genommen – wirklich spannendes Gerät von Fujitsu ausgiebig zu testen: Das Stylistic R727. Das Gerät tritt als direkter Konkurrent des Microsoft Surface an – und kann diesem Anspruch insgesamt durchaus gerecht werden.

Das Gerät: Fujitsu Stylistic R727

Das Stylistic R727 von Fujitsu ist ein multifunktionales Tablet, das unter Windows 10 Professional betrieben wird. Es verfügt über einen Mini-Displayport, Audioausgang und USB3-Schnittstelle sowie eine andockbare Tastatur, die gleichzeitig als Hülle dient. Verbaut ist darüber hinaus Technologie von Wacom, wodurch sich entsprechende aktive Stifte nutzen lassen. Optional erhältlich ist zudem eine Dockingstation mit weiteren Anschlussmöglichkeiten (HDMI, VGA, USB, LAN). Genauere technische Daten sowie einen technischen Testbericht (den ich inhaltlich voll teilen kann!) finden sich hier. Einen weiteren Hardwaretest auch hier. Mir geht es in diesem Beitrag vor allem um die Alltagstauglichkeit  als Arbeitsmittel für Lehrerinnen und Lehrer.

Nutzungsszenario

Ich habe das Gerät nahtlos in meinen Arbeitsalltag integriert: Es ersetzt bei mir ein schon etwas in die Jahre gekommenes ThinkPad von Lenovo – und mein Android-Tablet, auf dem ich alle möglichen Arbeiten im Schulalltag erledigt habe. Das Fujitsu Stylistic R727 hat somit mit Hilfe einer Dockingstation („Cradle“ in der Namensgebung von Fujitsu) seinen Platz auf meinem Schreibtisch und begleitet mich im Alltag in die Schule. Dort nutze ich sowohl die Tabletfunktion als auch – mit Hilfe der im Lieferumfang enthaltenen, per Magnet anschließbaren Tastatur – die Laptopfunktion des Stylistic.

Erfahrungen: Das Stylistic als Arbeitsgerät

Das Stylistic R727 stellt mein Thinkpad von seiner Rechenleistung in den Schatten und lässt für mich kaum Wünsche offen: Das Cradle tut, was es soll und bindet meine gewohnten Geräte (ein zweiter Monitor ist unbedingt empfehlenswert!) wie Drucker, Tastatur, LAN und Maus ohne nennenswerte Schwierigkeiten ein. Konstruktionsbedingt verfügt das Stylistic über zwei unten montierte Anschlüsse für das Cradle – wovon allerdings nur einer über Kontakte verfügt. Das ist beim Herausziehen aus der Docking-Station eher ungünstig – und keine ganz gelungene Lösung. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Für meine alltäglichen Anwendungen (Office, LaTeX, Vektorgrafiken, Internet, Datenbanken) hat das Stylistic bislang seinen Dienst mehr als gut getan.

Interessant für mich selbst war, ob das Stylistic mein Androidtablet ersetzen kann. Bislang habe ich auf dem Tablet meine Unterrichtsplanung in Onenote im laufenden Betrieb genutzt – und vor allem Tapucate (Sitzplan, Schülerbeobachtung). Aber auch zur Visualisierung und (drahtlosen) Präsentation kam das Tablet zum Einsatz. Das Fazit nach einer Woche lautet: Es klappt. Und das sogar besser als gedacht. Von Tapucate möchte ich mich nicht trennen. Der Androidemulator AmiduOS erfüllt hier sehr zuverlässig seinen Dienst. Der große Vorteil an Windows 10 und dem – im Vergleich zum Androidtablet – deutlich größeren Display: Unterrichtsplanung und Tapucate lassen sich direkt nebeneinander ausführen. So habe ich sogar beides im Blick.

Bleibt noch die Arbeit mit der angedockten Tastatur. Diese hält sehr zuverlässig, hat einen angenehmen Druckpunkt und ist auch von der Oberflächenbeschaffenheit her sehr angenehm. Ich nutze das Stylistic mit Tastatur sowohl in der Schule als auch zu Haus auf dem Sofa. Ersteres Einsatzszenario unterscheidet sich kaum von einem klassischen Laptop. Wichtig für mich ist hier, dass gängige Windowssoftware, insbesondere für den Physikunterricht (Cassy zur Messwerterfassung, Geogebra für  Animationen) reibungsfrei funktioniert. Was soll ich sagen: Bislang bin ich nicht auf größere Probleme gestoßen, alles läuft reibungslos. Letzteres Einsatzszenario funktioniert auch, jedoch ist mir persönlich die mitgelieferte Tastatur etwas zu dünn. So habe ich das Gefühl, dass die Tastatur sich in sich minimal verbiegt, wenn sie auf den (natürlich leicht unebenen) Oberschenkeln liegt.

Der Stift, das eigentliche Highlight

Begeistert hat mich der mitgelieferte Stift: Gerade im Vergleich zu dem bislang von mir genutzten kapazitiven Stift ist der aktive Stift mit Wacom-Technik wirklich großartig! Handschriftliche Notizen schreiben sich (beinahe) wie auf Papier, das Schreibtempo ist gut. Das entstandene Schriftbild ist mehr als in Ordnung. Ich habe den Umstieg in Bezug auf den Stift keine Sekunde bereut.

Als erstes Fazit lässt sich festhalten: Fujitsu hat mit dem Stylistic R727 ein Gerät entwickelt, dass für mich den Arbeitsalltag spürbar erleichtert. Gerade auch im Vergleich zum Surface muss sich das Stylistic nicht verstecken. Das umfangreiche Zubehör rundet den guten Eindruck ab. Allerdings: Das alles hat seinen Preis, günstig ist das Stylistic R727 nicht.

In den nächsten Wochen werde ich einige der oben nur angerissenen Punkte noch einmal genauer beleuchten – in eigenen Artikeln. Einige Impressionen auf den folgenden Bildern.

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