Wie setzt sich die Schülerschaft einer Schule eigentlich zusammen?

Die genaue sozio-ökonomische Zusammensetzung der Schülerschaft einer bestimmten Schule ist nicht nur interessant. Sie ist auch wichtig, um auf politischer Ebene Fördermaßnahmen zu koordinieren und letztlich Gelder zu verteilen. Aber auch aus wissenschaftlicher Perspektive heraus ist die Zusammensetzung der Schülerschaft wichtig, um bspw. Stichproben für Befragungen begründet zusammenstellen zu können.

In Hamburg wird die sozio-ökonomische Zusammensetzung der Schülerschaft einer Einzelschule mit Daten der KESS-Studie ermittelt. Aus diesen Daten wird mit Hilfe statistischer Modelle jede Schule einer bestimmten, relativen „Belastungskategorie“ zugeordnet. Dies geschieht in Form einer Einzelnote (1-6). Hierbei haben Schulen der Kategorie 1 eine aus sozio-öknomischer Sicht benachteiligte Schülerschaft, Schulen der Kategorie 6 entsprechend das Gegenteil. Die Berechnung stützt sich dabei auf die Habitus-Theorie Bourdieus und bezieht weiterhin Merkmale wie den Migrationshintergrund mit ein. Genaueres zur Berechnung findet man hier.

Leicht zu finden sind Mittelwerte über ganz Hamburg oder einzelne Schularten verteilt. Diese sind, relativ offensichtlich, für die Generierung einer Stichprobe aber vergleichsweise ungeeignet. Hierzu benötige ich Werte, die auf Einzelschulebene aufgelöst sind. Möchte ich beispielsweise Schulen mit KESS-Index 1 und Schulen mit KESS-Index 6 vergleichen, muss ich die Schulauswahl entsprechend treffen. Solche auf Ebene der Einzelschule aufgelösten Zahlen sind aber nur schwer zu finden. Nach längerem Suchen bin ich nun aber tatsächlich fündig geworden und möchte meinen Fund der Allgemeinheit nicht vorenthalten. Wer also schon immer mal einen genauen Blick auf die Zusammensetzung der Hamburger Schülerschaft werfen wollte, wird hier fündig.

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