Dropbox mit Boxcryptor verschlüsseln

Es ist sicherlich nicht neu: Cloud-Dienste wie zum Beispiel Dropbox haben ihre Server nicht in Deutschland (bzw. in einem anderen EU-Land) stehen und unterliegen deshalb nicht dem deutschen Datenschutzrecht. Darüber hinaus liegen die Daten oftmals unverschlüsselt auf den Servern. Dem einen oder anderen wird hier bei vertraulichen Dingen doch eher mulmig – gerade im Hinblick auf datenschutzrechtlich brisantere Daten. Um trotzdem nicht auf den Komfort der Cloud zu verzichten, bietet sich entsprechende Verschlüsselungssoftware an. Ich selbst habe ein wenig mit der Software Boxcryptor experimentiert und bin sehr zufrieden. Wie also verschlüsselt ihr (Teile eurer) Dropbox?

  1. Ihr benötigt – falls nicht vorhanden – einen Dropboxaccount und müsst die entsprechende Software installieren.
  2. Installiert Boxcryptor. Die Software erstellt automatisch innerhalb eurer Dropbox eine verschlüsselte Containerdatei und legt einen neuen Laufwerksbuchstaben an (z.B. Z:). Dieser führt euch direkt in das verschlüsselte Verzeichnis.
  3. Alle Dateien, die ihr über das neue Laufwerk (Wichtig: NICHT direkt über eure Dropbox!) in den verschlüsselten Ordner kopiert, sind entsprechend geschützt.

Soweit, so einfach. Das schöne an Boxcryptor ist: Es wird nicht bei jeder Änderung der komplette Container hochgeladen, sondern nur der geänderte Teil. Das spart natürlich Zeit und Nerven. Außerdem gibt es eine entsprechende iPad/iPhone und Android-App, die beide das wenige Geld durchaus wert sind.

Als kleinen Nachteil habe ich jedoch festgestellt, dass die Dateinamen im Klartext sichtbar sind. Erst beim Versuch, eine Datei zu öffnen, macht sich die Verschlüsselung bemerkbar. Vielleicht sollte man doch nicht zu stark „sprechende“ Dateinamen verwenden! Die Verschlüsselung von Dateinamen ist in der kostenpflichtigen Version jedoch möglich.

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