Mein neues Spielzeug: Der Inspiron Duo von Dell *Update am 18.3.*

Mein Dell Inspiron Duo-Netbook

Mein Dell Inspiron Duo-Netbook

Nach einigen Tagen voller Recherche und verschiedener Überlegungen habe ich es am letzten Montag gewagt und mir im Elektronikladen mit dem M ein Dell Inspiron Duo Convertible Netbook (“Netvertible”) gekauft. Das Besondere: Der – übrigens sehr gut verarbeitete! – Laptop hat einen ganz normalen Monitor mit zwei Scharnieren. In der Mitte lässt sich der Monitor aber drehen und man hat ein Tablett mit einem kapazitiven Touchscreen.

Warum ich ihn mir gekauft habe? Nunja: Hauptsächlich möchte ich ein leichtes Notebook für Uni und Unterricht (Stichwort: Papierfreie Tasche) haben, das mir die Möglichkeit bietet, direkt in z.B. Vorlesungsskripte Notizen und Markierungen zu machen. Ansonsten sollte er aber alles können, was ein normales Netbook auch kann (OpenOffice, PDF’s anzeigen, Internet, W-LAN). Auf große Spielequalitäten lege ich keinen gesteigerten Wert.

Was ist im Inspiron Duo drin?

Einen sehr ausführlichen Testbericht mit Vor- und Nachteilen findet ihr bei notebookcheck.com. Das möchte ich hier gar nicht alles wiederholen. Wichtig ist herauszustellen, dass der Inspiron Duo für ein Netbook zur eher flotten Kategorie gehört und mit 2 GB Arbeitsspeicher für alle Office-Aufgaben gut gerüstet ist. Schade ist allerdings: Es gibt weder einen HDMI- noch einen DVI- oder VGA-Ausgang. Für Präsentationen ist das Netbook daher erstmal nur bedingt geeignet.

Wie läuft der Dell?

Besser als erwartet! Klar, Touch macht nicht ganz so viel Spaß wie auf dem iPad. Dafür steckt hinter dem Dell aber ein vollwertiges Winows-System mit entsprechender Erweiterbarkeit. Im Vergleich zu einem reinen Netbook muss man Abstriche in Sachen Akkulaufzeit hinnehmen. Wer aber zu einem Preis von unter 600 € für das 320 GB-Modell einen High-End-Rennwagen erwartet, täuscht sich sowieso selbst.

Die Touch-Funktion funktioniert gut und flüssig und auch sonst läuft das System zu meiner vollen Zufriedenheit.

Notwendige Anpassungen

Die mitgelieferte Dell-Stage-Software läuft sehr langsam und bietet in meinen Augen auch keinen Mehrwert. Sie wurde also gleich mal deaktiviert und die meiste andere vorinstallierte Software deinstalliert. Durch einen englischen Blog bin ich auf einige Software-Tipps gestoßen. Diese möchte ich kurz widergeben und durch eigene Ideen ergänzen. Ganz wichtig waren mir diese allgemeinen Punkte:

  • Ich habe die System-Schriftgröße wieder auf 100% gestellt (Rechtsklick auf den Desktop -> Anpassen -> Anzeige)
  • Alle vorinstallierten Programme, die für mich ohne Nutzen sind (z.B. die Testversion von MS Office), wurden deinstalliert
  • Wenn alle im Haushalt vorhandenen Computer (so wie bei mir) unter Windows 7 laufen: Eine Heimnetzgruppe einrichten. Das vereinfacht die Dateifreigabe usw. ganz ungemein!
  • Auf meinem normalen Laptop habe ich das DVD-Laufwerk freigegeben. So kann ich ggf. Software von CD ohne externes CD-Laufwerk direkt auf dem Inspiron Duo installieren.

Auf in die Cloud

Um Dateien zwischen dem Inspiron Duo und meinem “normalen” Laptop zu synchronisieren, benutze ich Dropbox. Hier bekommt man umsonst 2 GB Speicherplatz, der für beliebige Dateitypen genutzt werden kann. Dropbox bindet sich als eigenes Verzeichnis in das System ein und synchronisiert bei aktiver Internetverbindung die Dateien mit dem Server. So ist immer auf jedem Computer der aktuelle Datenbestand vorhanden – und auch über das Webinterface jederzeit (auch vom Smartphone!) verfügbar.

In eigener Sache: Wenn ihr mir (und euch) etwas gutes tun wollt, meldet euch über diesen Link bei Dropbox an. Ihr bekommt dann 250 MB weiteren Speicher, ich 500 MB. Danke!

Office

Als Office-Suite benutze ich OpenOffice. Es ist kostenlos und kann eigentlich alles, was das Konkurrenzprodukt von Microsoft auch kann. Allerdings setze ich auf dem Inspiron Duo auch ein Microsoft-Produkt ein: MS OneNote 2007.

In OneNote ist es möglich, Notizen zu erstellen (aus Bildern, Webseiten, per Tastatureingabe oder auch per Freihandeingabe) und diese übersichtlich in verschiedenen Notizbüchern zu ordnen. So wird Papier bei Besprechungen überflüssig! Wie gut die Freihandeingabe mittels Stift funktioniert, lest ihr weiter unten.

OneNote bietet für mich noch einen weiteren Vorteil: So kann man in OneNote per Rechtsklick auf ein Notizbuch den Speicherort eben dieses Notizbuches verändern. Dieser liegt nun in meinem Dropbox-Verzeichnis und wird mit meinem normalen PC synchronisiert. Auf diesem wiederum ist OneNote 2010 installiert, der das gleiche Notizbuch aus der Dropbox öffnet. So habe ich immer meine Notizen bei mir und in der Dropbox gleichzeitig eine Sicherungskopie. Ganz praktisch, oder? Zugegeben: Die Idee stammt von Jan-Martin Klinge, genauer aus seinem OneNote-Projekt. Ich habe es nur auf Dropbox “übersetzt” und meine Bedürfnisse übersetzt.

Ein Tipp: Solltet ihr noch studieren, so ist es nicht unwahrscheinlich, dass eure Uni am sogenannten MSDNAA-Programm von Microsoft teilnimmt. Dort bekommt ihr – wenn ihr euch z.B. im Rechenzentrum – anmeldet, eine Lizenz von OneNote 2007 und eine von OneNote 2010 – für lau.

Web-Browser

Hier benutze ich – obwohl sonst eingefleischter Feuerfuchs-Benutzer – GoogleChrome, da dieser einfach eine insgesamt größere Darstellung von Webseiten anbietet und  schön schnell ist. Allerdings braucht es für die komfortable Touch-Bedienung einige Plugins:

PDF-Viewer

Ich benutze den kostenlosen PDF-XChange-Viewer. Mit diesem können sowohl per Tastatur als auch per Stift- bzw. Fingereingabe Anmerkungen und Markierungen direkt in die PDF-Datei geschrieben werden. Besonders zum Markieren von Text (mache ich häufig) sehr praktisch, für Freihandnotizen (mache ich eher selten) aber nur bedingt geeignet. Ausprobieren lohnt sich!

Dinge, die das Leben leichter machen

  • Ein Stift ist eine lohnende Investition. Ich benutze diesen hier und bin damit ganz zufrieden. Es schreibt sich natürlich nicht wie auf Papier, jedoch ist die Eingabe auf der OnScreen-Tastatur von Windows damit sehr einfach und die Touch-Funktion recht komfortabel. Auch die Eingabe von Freihandtext funktioniert in OneNote mit ein wenig Übung gut. Die Schrift wird von Windows sehr zuverlässig in Maschinenschrift umgesetzt. Update: Ich konnte die Schrifterkennung – und auch meine persönlichen Schreibfertigkeiten – sehr gut mit Hilfe der Handschriftanpassung von Windows 7 verbessern. Wie das geht, findet ihr bei Microsoft.
  • Eine externe Grafikkarte habe ich bestellt – über Erfahrungen werde ich berichten, da der Inspiron Duo ab und an auch mal an den Beamer muss. Update: Die Grafikkarte (die günstigste bei Amazon) funktioniert zumindest am Monitor tadellos. Präsentationen laufen gut, Erfahrungen am Beamer konnte ich noch nicht sammeln. Negativ muss bemerkt werden, dass dieses Modell zwar den Monitor spiegeln oder auch den Desktop erweitern kann, leider aber nicht reibungslos als zusätzlicher Monitor von Windows erkannt wird. Der Präsentationsmodus von Powerpoint (den ich persönlich nie nutze) funktioniert also nicht ohne weiteres.
  • Eine Schutzhülle habe ich ebenfalls bestellt. Über Erfahrungen werde ich ebenfalls berichten, sobald ich sie gemacht habe. Diese war leider zu klein und ist mir schon kaputt gegangen. Ich bin noch auf der Suche nach einem passenden Exemplar… Update: Ich habe für’s erste eine kleine Tragetasche beim Elektrofachmarkt meines Vertrauens erstanden. Sie ist für 11′-Netbooks geeignet und das Inspiron Duo passt wunderbar hinein. Außerdem bietet so eine Tragetasche den Vorteil, das auch Netzteil und sonstiges Zubehör Platz finden. Für den Schutz des Netbooks suche ich allerdings zusätzlich trotzdem noch eine Neopren-Hülle…
  • Update: Evernote ist eine Alternative zu OneNote (siehe oben). Ich benutze es nicht regelmäßig. Wem aber die Vollversion von OneNote zu teuer ist, sollte sich Evernote mal anschauen.
  • Update: Absolut praktisch ist die Software RitePen. Sie ist in der Lage, Handschrift zu erkennen und mach ihren Job wesentlich besser als die Windows-eigene Handschriftenerkennung. Mit RitePen ist es möglich, über den gesamten Monitor zu schreiben und das Geschriebene wahlsweise in Maschinenschrift übersetzen oder aber als Screenshot speichern zu lassen. So sind auch mit OpenOffice sehr einfach Notizen in Präsentationen möglich. Die Screenshots lassen sich direkt in Evernote speichern.

Fazit

Ich habe den Kauf nicht bereut. Zwar ist die Akkulaufzeit mit ca. 3-4 Stunden nicht überragend, dennoch kann die Leistungsfähigkeit und auch die Touchfunktion überzeugen. Die Verarbeitung ist gut und die Bauweise des Touchscreens eine echte Innovation.

Wer eine direkte Konkurrenz zum iPad erwartet, wird enttäuscht sein. Auch wer ein reines Netbook sucht, sollte besser zu den (günstigeren) Geräten ohne Touchscreen greifen. Wer allerdings beides sucht und ein erweiterbares System mit Winows haben möchte, sollte den Dell einmal ausprobieren.

Dieser Artikel wird bei Bedarf und neuen Erfahrungen immer mal wieder erweitert und ergänzt.

Zur Wahl in Hamburg…

Am Sonntag dürfen wir wählen: Eine neue Bürgerschaft und neue Bezirksversammlungen. Für mich ist es das erste Mal, dass ich für das Hamburger Landesparlament abstimmen darf. Grund genug für einige kritische Gedanken.

Wahlsystem – Viele Stimmen, arme Zähler

Das Wahlsystem in Hamburg ist neu: Man hat nun auf einer Landesliste (bis zu) 5 beliebig zu verteilende Stimmen. Diese können sowohl Personen als auch Listen gegeben werden und kumuliert oder panaschiert werden. Mit dieser Stimme wird die Sitzverteilung (und teilweise die Reihenfolge der Landesliste) bestimmt.

Weitere 5 Stimmen gibt es auf einer Wahlkreisliste. Hier können die Stimmen allerdings nur Personen gegeben werden. Hierbei wird über insgesamt 71 Wahlkreismandate entschieden. So wie ich das verstehe, können also Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei mehr Wahlkreissitze bekommt, als ihr nach Erststimmenergebnis zustünden. Ich habe hierzu aber auf die Schnelle nichts finden können.

Ihr seht auf dem Foto die Landesliste der CDU (zufällig aufgeschlagen). Wohlgemerkt: Nur der CDU. Und nur die Landesliste.

Ihr seht auf dem Foto die Landesliste der CDU (zufällig aufgeschlagen). Wohlgemerkt: Nur der CDU. Und nur die Landesliste.

Das gleiche Spiel gibt es dann auch nochmal für die Bezirksversammlungen, macht insgesamt 4×5 Stimmen. Der Musterstimmzettel ist daher auch mehr ein Musterstimmbuch, wie auf dem Bild gut erkennbar ist.

Prinzipiell finde ich das ganze gut: Mehr Einfluss der Bürger auf die Zusammensetzung der Parlamente. Aber warum tut man den armen Auszählern das an? Warum wagt man nicht den logisch nächsten Schritt und führt Wahlcomputer ein? Hier wäre es doch sogar möglich, Gesichter neben die Personen zu setzen. Und mehr als 5 Stimmen könnte auch aus Versehen niemand verteilen… Aus Angst vor der neuen Technik? Dabei wäre es doch ein leichtes, nach jedem Wähler einen kleinen Kontrollausdruck zu drucken, der dann – zur Vorsicht – in eine Urne kommt. So wäre es, wenn es hart auf hart kommt und die Computer streiken, immernoch möglich, das Ergebnis nachzuvollziehen. Und wenn die Computer funktionieren, ist das Ergebnis um 18:01 Uhr da. Und nicht erst irgendwann am Mittwoch…

Bildungspolitik

Leider scheint das einzutreten, was ich vor dem Volksentscheid befürchtet habe: Keine Partei traut sich mehr, etwas wirklich substantielles in der Schulpolitik zu verändern. CDU und SPD schwafeln vom “Schulfrieden”, der mindest 10 Jahre andauern solle. Von der FDP möchte ich – KatJA sei Dank – gar nicht sprechen. Die Grünen wollen zwar noch immer längeres gemeinsames Lernen… Aber ob dieser Wunsch eventuelle Koaliationsverhandlungen übersteht? Wir dürfen alle gespannt sein. Denn die Frage am Sonntag scheint ja zu sein: Reicht es für die SPD allein oder brauchen sie einen Koalititonspartner?

Interessantes zur Wahl

Für alle unentschlossenen ist der Wahl-o-mat empfehlenswert. Eine Internetseite der Stadt informiert über das neue Wahlrecht und man kann “Probewählen”. Und der Wahlbeobachter veröffentlicht täglich die Twitter-Charts… Ob die Piraten am Sonntag ein ähnlich starkes Ergebnis einfahren? Ich glaube es dann doch eher nicht. Wie dem auch immer sei: Geht wählen. Und wählt nicht die NPD…

Lernen, Lernen, nochmals Lernen

…was tut man nicht alles, um sich davon abzulenken. Ich beginne jedenfalls gerne, im Internet zu stöbern und bleibe an einigen interessanten Seiten hängen. Das ist definitiv interessanter als die Gefahrstoffverordnung oder die Chemikalienverbotsverordnung *gähn*.

Dank astrodicticum simplex bin ich auf einen grandiosen Comic über “Carl Sagans kampf gegen das Astrology-Raumschiff” gestoßen. Sehr amüsant und für einen kurzen Schmunzler zwischendurch mehr als geeignet.

Außerdem gefunden: ein tolles Video über TNT und Nitroglycerin. Ich mag Chemie… außer Rechtskunde jedenfalls ;)